Strahlend schön – Adonisröschen an der Oder

Entdeckertour: Gelbe Schönheiten in Lebus & Mallnow (23. März 2019)

Manchmal hat man einfach Glück. 🍀Glück mit der ausgewählten Tour, dem Wetter und dem aktuellen Stand der Blüten.

Ein paar Tage zuvor hatte ich in der Tourismusinfo Lebus angerufen und nachgefragt, ob die Adonisröschen bereits blühen: „Noch etwas Geduld, bisher sind es nur wenige …“ Doch das Wetter spielte in den nächsten Tagen mit, die Sonne schien und ich war voller Hoffnung, dass sich bis zum Wochenende noch einige Blüten mehr zeigen würden.

https://www.amt-lebus.de

Tipp🔔 🎧 Theodor-Fontane-Route Lebus:

https://www.kulturradio.de/programm/literatur/fontane/theodor-fontane-radweg.html

Meine Erwartungen wurden übertroffen. Bereits die Fahrt über Land in Richtung Lebus war eine Freude. Zunehmend Grün, Sonne satt, mein Sohn neben mir, Musik im Radio, herrliche Wolkenbilder, weite Felder und Frühlingsluft … schöner konnten wir nicht ins Wochenende starten.

In Lebus wählte ich vorerst den Parkplatz direkt am Restaurant Oderblick.

Restaurant Oderblick

Kietzer Str 22, 15326 Lebus

Telefon: 033604- 449449

http://www.restaurant-oderblick.de

Ein Blick auf die Oder und dann erst einmal orientieren, wo und in welcher Entfernung die Adonisröschen blühen. Das war einfach, am nächsten Abzweig fanden wir eine Karte und kleine Schilder, die den Weg aufzeigten.

Wir machten uns auf den Weg und nutzen die Chance einen entgegenkommenden Mann mit Hund zu befragen, ob an der ausgewählten Stelle auch die Adonisröschen blühen. Er bejahte es und gab uns einen Tipp, welche Stelle er empfehlen würde: „… weiter an der Pferdekoppel und dann den Weg links runter bis zur Bank.“

Genau wie beschrieben, erreichten wir die Stelle mit Bank und stellten fest, es gibt noch mehr Wanderer auf unserem Weg.

Wir mussten uns jetzt der Jacken entledigen, denn es wurde zunehmend wärmer. (☀️19 Grad wurden gegen Mittag erreicht)

War unser Weg bis dahin doch sehr flach, lagen plötzlich die Oderhügel oder Oderhänge vor uns und wir hatten vor, von oben die Sicht zu genießen. Vorsichtig bewegten wir uns bergauf, denn die Blüten wollten wir keinesfalls beschädigen. Sie leuchteten in der Sonne, jede Blüte für sich eine zarte Schönheit.

Danach folgten wir der Oder weiter mit der Idee, noch weitere Adonisröschen an den Hängen zu entdecken. Fest davon ausgehend, dass die Gruppe vor uns ein ähnliches Ziel hatte.

Durst und Hunger machten sich breit, so traten wir den Rückweg an. Etwas Stärkung hatten wir dabei und bis zum Mittagessen nahmen wir uns vor, den Burgberg (teilt sich in Turmberg, Schloßberg und Pletschenberg) Lebus zu besteigen. Der Blick von oben, war erneut der Plan.

An der Kirche vorbei führt ein Wanderweg nach oben.

Mit jeder Stufe, wurde der Weitblick schöner.

Ich erinnerte mich, dass ganz in der Nähe ein Ort mit den Adonisröschen wirbt. Mit der Aussicht auf ein Mittagessen im Restaurant Adonisröschen, gelang es mir, meinen Sohn zu überzeugen. In weniger als 10 min waren wir in Mallnow.

http://www.gaststaette-adonisroeschen.de

Direkt am Restaurant parkten wir, doch kurzzeitig verließ uns das Glück. Das Restaurant hatte geschlossen. Indessen weiß ich, dass der Saisonstart für April geplant ist.

Ich änderte spontan mein Versprechen passend zum Wetter in Richtung Eiscafe. Zuvor wollten wir aber weitere Adonisröschen entdecken.

Ein Naturlehrpfad und ein wundervoller Blick in die Landschaft erfreuten uns. Die Adonisröschen zeigten sich in Mallnow noch nicht.

Gut für die Besucher, die dann den Restaurantbesuch mit der Adonisröschen-Wanderung im April verbinden können.

Versprechen muss man möglichst einhalten. Somit steuerten wir zum Abschluss unserer Tour Frankfurt/Oder an und begannen mit dem Eisbecher 🍨 direkt am Markt.

Gestärkt und erfrischt liefen wir vom Markt zur Oder. Der Kontrast hat mich schon bei meinem letzten Besuch zur Weihnachtszeit fasziniert. Gerade noch Hauptstraße, Straßenbahn und Trubel rund um den Oderturm.

Wenige Schritte weiter: Ruhe, Erholung, Entspannung entlang der Oder.

Zeit für die Heimreise und Zeit, um Danke zu sagen für Euer Interesse an den bisher 10. Blogbeiträgen aus meiner Heimat.

Herzliche Grüße, eine schöne Frühlingszeit & bis bald aus dem Seenland Oder-Spree.

Angelika Laslo (Bild & Text)

https://www.seenland-oderspree.de

#adonisröschen #naturschutz #lebus #mallnow #oder #oderhänge #wanderlust #heimatliebe #fahrradweg 🚲 #europaradweg R1, #fontaneroute 🚲 #erlebebrandenburg #visitbrandenburg #meinseenland #fontane200 #seenlandoderspree

Wenn Frühlingsanfang & Ostereierkunst zusammenfallen

Wenn Frühlingsanfang & Ostereierkunst zusammenfallen …

Was für ein Bilderbuch-Frühlingsanfang – 20. März 2019. Passend für eine Entdeckertour durch meine Heimat, denke ich und habe mir gleich 2 Ziele ausgesucht: Neuzelle und Müllrose.

Meine Erinnerungen an Neuzelle liegen länger zurück. Vor einigen Jahren war ich mit dem Rad und dem ADFC auf einer 100 km Tour unterwegs. Natürlich erinnere ich mich auch an das Kloster Neuzelle (und an schmerzende Körperteile am Ende der Tour 😊).

Die Klosteranlage mit 2 Barockkirchen, Klostergarten, Kreuzgang mit Klostermuseum, Klosterschätzen zählt zu den wenigen vollständig erhaltenen Anlagen Mitteleuropas und größten Kunstdenkmalen Nord-/Ostdeutschlands. In dem seit 2017 wieder Mönche leben, entnehme ich den Beschreibungen zum Kloster.

Ich entschließe mich zu einem Rundgang und bestaune die Anlage. Es fällt mir nicht schwer, mir vorzustellen, wie wundervoll der Klostergarten aussehen mag, wenn der Frühling noch ein wenig voranschreitet.

In der Tourismus-Information erkundige ich mich nach meinem ursprünglichen Ziel: Osterausstellung. Ich bekomme freundlich Auskunft über 2 Adressen und den jeweiligen Öffnungszeiten.

Tourismusinfo Neuzelle, Telefon: 033652 6102, http://www.neuzelle.de, tgl. von 10 bis 17 Uhr (16 Uhr im Winter)

In Neuzelle, so erfuhr ich, kann man im Strohhaus und im Bauern-Museum Ostereiertradition & -kunst bewundern. Unterschiedlichste Farben & Techniken: Serviettentechnik, Wachstechnik, Marmorei, Katzen-, Blumenmotive, Holz- und auch Natureier.

Das Strohhaus öffnet um 11 Uhr, somit hatte ich noch etwas Zeit, um mich umzusehen.

Für ein Mittagessen war es noch zu früh, auch die Klosterbrauerei hatte noch geschlossen.

https://www.klosterbrauerei.com

So suchte ich nach einem Cafe. Bäckerei Dreißig laß ich, doch eine Filiale gibt es auch in meinem Wohnort, ich wollte gern ein regionales Cafe besuchen und fand es direkt nebenan.

Nun hatte ich Energie für den ersten Museumsbesuch.

Tuchmacherhaus, erbaut 1780, Slawengrund 11, 15898 Neuzelle, Tel. 033652-82558, Öffnungszeiten ab 1.3. Mi-So 11-16 Uhr. Der Verein“Strohhaus Neuzelle e.V.“ betreibt das Museum.

Die 2. Ostereierausstellung fand ich im Bauern-Museum, direkt neben der Agrargenossenschaft, dem Neuzeller Bauernmarkt im Lindenpark.

Agrargenossenschaft Neuzelle, Telefon: 033652 251 http://www.agrargenossenschaft-neuzelle.de Bauern-Museum, Tel. 033652 89430

Sehr freundlich wurde ich im Bauern-Museum begrüßt. Seit 2006 wird hier das Osterfest mit Kindern und Erwachsenen gefeiert. Ein großer Tisch mit vielen Plätzen war für die nächste Kindergruppe bereits eingedeckt. Gemeinsam werden entsprechend der Tradition Ostereier bemalt.

Ich selbst wollte mir die Ausstellung ansehen und war erstaunt über die Vielzahl der Ausstellungsstücke.

An der Stelle erinnerte ich mich an meine Kindheit zurück. Die Tradition wurde auch gepflegt. Das Ostereierauspusten habe ich als schwierig in Erinnerung. Das hat dann mein Papa übernommen. Beim Malen und Färben war ich aber mit Freude dabei. So kunstvoll, wie die Exponate hier, waren sie wohl nicht.

Auch eine große Natureierauswahl können sich die Besucher ansehen.

Ich hatte jetzt bereits viele Techniken, Farben und Themen gesehen und war gespannt, was mich in Müllrose erwartet.

Auf der Fahrt nach Müllrose, über Landstraßen, genieße ich die Aussicht auf Feld und Flur. Ein kleiner Fuchs läuft über ein Feld, Ziegen hier und Pferde dort. Einfach schön …

In Müllrose war ich zuvor mehrfach. Der See ist toll und mitten im Ort gelegen. Ich mag die Stadt im Schlaubetal und bin gern Gast.

Ich laufe am See entlang und genieße die Frühlingstemperaturen und den Blick auf den See.

Weiter bis zum Markt. Hier befinden sich die Tourismusinfo/Haus des Gastes und das Heimatmuseum.

In der Müllroser Osterausstellung (bis zum 28.4.19) erwarten den Besucher über 500 Ostereier. Die Mitarbeiterin in der Info gibt mir freundlich Auskunft und zeigt mir den Weg ins anliegende Museum.

Ich war überrascht, denn die Ausstellung war nochmals größer und umfangreicher, als das was ich heute bereits gesehen hatte.

Für heute hatte ich nun genug Eier gesehen und bin ausreichend auf die bevorstehenden Osterfeiertage eingestimmt. Die kunstvollen Ausführungen haben mich begeistert.

Noch einmal schaue ich mich in den Räumen der Touristinfo um. Die regionalen Produkte interessieren mich und wundervoll bemalte Eier kann man hier ebenfalls erwerben.

Tourismus-Marketing Schlaubetal e.V., Kietz 7, 15299 Müllrose, Telefon: 033606 77290, http://www.schlaubetal-tourismus.de

Auf dem Weg zum Parkplatz nutze ich erneut die Gelegenheit auf den See zu schauen.

Ich liebe es in der Region unterwegs zu sein, das spüre ich in diesem Moment einmal mehr.

Herzliche Grüße aus dem Seenland Oder-Spree

https://www.seenland-oderspree.de

und eine schöne & kreative vorösterliche Zeit wünsche ich.

Angelika Laslo (Bild & Text)

#neuzelle #klosterneuzelle #strohhaus #ostereierausstellung #museum #bauernmuseum #müllrose #heimatmuseum #großermüllrosersee #schlaubetal #seenlandoderspree #heimatliebe #tradition #visitbrandenburg #kunst

Bilder #angelika_dkms

Allerlei Stärkendes – von Fürstenwalde nach Steinhöfel – Auf den Spuren von Theodor Fontane

Ich beginne in meiner Heimatstadt Fürstenwalde/Spree. Besucher der Stadt finden im Zentrum zwischen Dom und Rathaus die Tourismusinfo.

„Fürstenwalde ist allerliebst und verdient ein Kapitel für sich“ (Theodor Fontane)


https://fuerstenwalde-tourismus.de/

Heute schließe ich mich einer Domführung an, die Teil einer Veranstaltung ist: „Bürger werden Gastgeber“, organisiert vom Tourismusverband Seenland Oder-Spree.

https://www.seenland-oderspree.de/

Herr Fickelscher führt uns durch den Dom und seine Erläuterungen sind spannend und auch für den Nichtkenner unterhaltsam und anschaulich.

Beeindruckend in jeder Hinsicht: Der Dom St. Marien, Fürstenwalde.

http://www.kirche-fuerstenwalde.de

Übrigens, egal von welcher Seite man sich der Domstadt nähert, der Dom ist sichtbar. Beeindruckend ist auch das Leben im Dom, junge Menschen proben, Frauen singen, eine Veranstaltung wird vorbereitet, dazwischen Besuchergruppen, wie unsere.

Nach dem Besuch im Dom stand planmäßig der Besuch der Rathausbrauerei (im Rathaus Fürstenwalde) an. Die Gäste freuten sich gemeinschaftlich nach so vielen Informationen auf einen stärkenden Tropfen. Gesagt, getan:

Brauer Oliver Wittkopf ließ sich nicht lange bitten und füllte für uns routiniert die Gläser.

http://www.rathausbraeu-fuerstenwalde.

Probiert wurde das zum Fontane Jubiläum (200 Jahre Fontane 1819-2019) gebraute Fontane-Bier „Roborans“

Was es mit diesem Namen auf sich hat, möchte ich hier offen lassen und die Besucher einladen, es herauszufinden. Ein Hinweis findet sich auf dem Etikett …

Die Gruppe war sichtlich zufrieden und voll des Lobes.

Was zum Thema Bier-Fürstenwalde -Stärkendes passt, möchte ich an der Stelle noch ergänzen. Fürstenwalde bietet nicht nur ein Fontane-Bier, auch ein Fontane-Schnaps ist vorrätig und kann im Tourismusbüro erworben werden.

http://www.kulturbrennerei.de/

„Bei Fürstenwalde haben wir auf unserem Rückwege die Spree nach Norden hin passiert und erreichen nach einstündiger Fahrt das von Massowsche Gut Steinhöfel …“


Nur wenige Kilometer von Fürstenwalde entfernt, findet man den beschaulichen Ort Steinhöfel. Dieser kleine Ort hat viel zu bieten: Schloss mit Park, das Alte Amtshaus, Kirche, Gemeindehaus, Gärtnerei.

Wenn man in Fontanes Bücher schaut – Fontanes Wanderungen durch die Mark Brandenburg – so findet man im Teil II Das Odervorland, Steinhöfel erwähnt. Dort sind die geschichtlichen Details vom damaligen Massowschen Gut ausführlich beschrieben.

https://www.textlog.de/40521.html

Ich freue mich auf den Schlosspark und vermute, dass aufgrund der frühlingshaften Temperaturen die ersten Frühblüher zu entdecken sind.

http://www.schloss-steinhoefel.de

Der Schlosspark ist durchgehend für Besucher geöffnet und lädt zum Spaziergang ein. Die Ruhe, die Architektur, der Baumbestand … tragen dazu bei, dass man diese Einladung zu jeder Jahreszeit gern annimmt.

Das Alte Amtshaus, nur wenige Schritte vom Schloss entfernt.

http://www.altesamtshaussteinhoefel.com

Ein kurzes Telefonat mit der Besitzerin und das Angebot, mir dieses Haus einmal anzusehen. Außerdem wollte ich von Frau Behnke wissen, welche Pläne sie im Fontanejahr hat.

Herzlichen Dank für diese spontane Möglichkeit.

Wir redeten in der Bibliothek des Hauses. Frau Behnke erzählte mir, dass sie zum Muttertag (12.5.19) eine Veranstaltung: Ysilia – Ein Konzert und Fontanelesung plane.

Nun zurück zu allerlei Stärkendem: im Alten Amtshaus mit großem Garten bietet es sich an, den Gästen in Anlehnung an die Vorliebe Fontanes für Kaffee & Kuchen ein Gedeck anzubieten. Neben dem Kaffee (Fontane schrieb Kaffe nur mit einem e) gibt es einen Cognac und ein Stück Streuselkuchen.

Gutes Essen und schmackhafte Getränke schätzte Fontane genauso wie ein passendes Ambiente dazu.

Altes Amtshaus, Steinhöfel

„Ich habe eine hohe Vorstellung von der Heiligkeit der Mahlzeiten, gleich nach dem schlafenden kommt der essende Mensch“


Sympathische Aussage, wie ich finde.

Mehr zum Thema Essen und Trinken kann man charmant zusammengefasst in dem Buch lesen: „Ich bin nicht für halbe Portionen“ (Aufbau digital Verlag)

Ich beende mit diesem herrlichen Ausspruch meine Tour und möchte noch eine Weiterfahrt auf Fontanes Spuren in Richtung Wulkow & Neuhardenberg empfehlen.

Schloss Wulkow

http://www.schloss-wulkow.de

Herzlichen Dank für das Interesse.

Bilder & Text

Angelika Laslo

Veranstaltungen zu Fontane in Fürstenwalde & Bad Saarow

Klicke, um auf SEEnews_Fontane2019.pdf zuzugreifen

Fontane200:

https://fontane-200.de/de/programm/

Theodor Fontane sehen und hören* – auf den Spuren von Fontane in Bad Freienwalde

Theodor Fontane sehen und hören* – das ist möglich in Bad Freienwalde.

*Fontane-Audio-Guide
https://bad-freienwalde.de/hier-gibts-was-auf-die-ohren-unerhoertes-mit-fontane-entdecken

Das Fontanejahr #fontane.200 führt mich durch die Region, um mich auf den Spuren seiner damaligen Reisen “Wanderungen durch die Mark“ zu begeben, besondere Begebenheiten zu erfragen und von Veranstaltungen zu erfahren, die in diesem Jahr zu Ehren von Theodor Fontane geplant sind.

Heute, 4.2.2019, fahre ich nach Bad Freienwalde. Im Vorfeld meiner Reise hatte ich bereits Kontakt zu Herrn Walther-Kämpfe aus der Tourist-Information Bad Freienwalde. Seine persönlichen Schilderungen und Antworten auf meine Fragen schürten die Vorfreude auf diesen Ort. An der Stelle komme ich nicht umhin, das häufig zitierte:

„Freienwalde – hübsches Wort für hübschen Ort

mit aufzunehmen. Diese Worte von Fontane zeigen, wie sehr der Dichter von Bad Freienwalde angetan war. Ob die Stadt auch heute noch so oder ähnlich hübsch ist, davon wollte ich mich selbst überzeugen.

Über die L36 fuhr ich in Richtung Wriezen, über Zollbrücke weiter nach Bad Freienwalde. Zollbrücke war geplant, um eventuell noch etwas von treibenden Eisschollen festzuhalten, aber das wechselnde Wetter der letzten Tage hatte diese bereits verschwinden lassen. Meine liebe Begleitung (ortskundig) erzählte mir ganz begeistert, was hier in Zollbrücke an warmen Tagen los ist. Fahrradfahrer, Skater und Wanderer sind auf dem Oderdeich (Fuß- und Fahrradweg) unterwegs und rasten gern in Zollbrücke. Das Restaurant hat gut zu tun, alle hungrigen und durstigen Gäste zu bewirten. Auch ein Eisstand lockt. Wenn ich in die Weite des Oderbruches schaue und auf den wunderbaren Fahrradweg, dann kann ich es mir bildlich vorstellen.

Noch bevor wir Bad Freienwalde erreichen, denke ich an die Beschreibung von Fontane, die frei wiedergegeben in etwa so lautete, dass man an der hügeligen Umgebung erkennt, in Freienwalde angekommen zu sein. Das kann ich so bestätigen. Wir halten zuerst in der Tourismusinformation in der Uchtenhagenstraße mitten im Zentrum. Der Name Uchtenhagen wird uns noch öfter begegnen. Trotz eines technischen Problems in den Räumlichkeiten, begrüßt man uns freundlich und gibt uns alle gewünschten Informationen, die wir uns zum Thema Fontane wünschten.

In der Tourismusinfo ist das Thema Fontane entsprechend dem Anlass überaus präsent. Die Fontanedekoration im Schaufester, große Poster zu den einzelnen Stationen seiner Reise, Verantaltungsflyer und auch ein Fontanejahreskalender 2019 mit Bildern, Schilderungen und Zitaten, gefiel mir persönlich.

Tourist-Information, Uchtenhagenstr. 3, 16259 Bad Freienwalde

Nun nicht mehr lange reden, denn wir wollten viele Stationen ansteuern. Zuerst alles, was man zu Fuß erreichen kann.

Gegenüber der Tourist-Information: die Kirche St. Nikolai – leider heute verschlossen.

Sehr gern hätte ich mir diese auch von innen angesehen. Herr Walther-Kämpfe hatte mir dazu berichtet, dass er immer wieder bei den Kirchenbesuchen bezugnimmt auf die von Fontane weitererzählte Sage von Caspar von Uchtenhagen. Caspar wurde nur neun Jahre alt, laut der Sage … Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten und die zukünftigen Besucher von Bad Freienwalde einladen, mehr darüber zu erfahren.

Neben der Tourismusinfo: Das Oderlandmuseum.

http://www.oderlandmuseum.de

Mi – Sa 11 bis 17 Uhr

Weiter führt uns der Weg zum Schloss Freienwalde

http://www.schloss-freienwalde.de

und zum Ruinenberg. Fontane sieht in den Bergen um Freienwalde den eigentlichen Reiz.

“Diesen Bergen verdankt es alles, was es ist: von dort aus kommen seine Quellen und von dort aus gehen die Fernsichten ins Land hinein. Wer nicht kommt, um hier die Eisenquelle zu trinken, der kommt doch, um einen Blick in die märkische Schweiz zu tun.“

Wie auch Fontane begeben wir uns zunächst auf den Ruinenberg. Tatsächlich ist dieser gut zu ersteigen. „Bequeme Terrassen bilden den Weg, so dass man die Höhe plaudernd erreichen kann.“ Mit etwas Mühe erreichen wir den Aussichtspunkt. Aufgrund des Baumwuchses ist der Blick nicht mehr so uneingeschränkt möglich, wie damals. Dennoch kann man auch hier die Wort von Fontane hautnah nachvollziehen:

„Der Blick vom Ruinenberg aus, wo man zunächst auf die malerisch in der Tiefe liegende Stadt, dann über die Türme und Dächer hinweg in die duftige Frische der Bruchlandschaft herniederblickt… Der Anblick ist schön in seiner Art und wessen Auge krank geworden in Licht und Staub und all dem Blendwerk großer Städte, der wird hier Genesung feiern und dies Grün begrüßen.“

Diese Empfehlung hat viele Jahre überdauert und hat noch heute oder heute mehr denn je seine Berechtigung.

Es interessiert mich persönlich auch immer sehr, wie war der Theodor Fontane als Mensch, was hat er gern gegessen und getrunken. Auch dazu hat Bad Freienwalde Antworten. Nach dem Abstieg vom Ruinenberg möchten wir uns ein Restaurant mit dem Namen „La Fontana“ ansehen.

Montags ist das Restaurant geschlossen, somit blieb ein Besuch aus. Aber wer sagt denn, dass ich nicht noch einmal wiederkomme. Allein die Aussicht auf ein Fontane-Menü macht mir Freude.

(Restaurante La Fontana, Weinbergstraße 19, 16259 Bad Freienwalde Tel. 03344/331938 – Link zur Webseite z.Z nicht verfügbar)

Die Vorliebe Fontanes zum Kuchen teile ich leidenschaftlich. Er trank wohl gern einen Kaffee und Cognac dazu. Mir würde der Kaffee reichen. Gesagt, getan. Eine Pause hatten wir uns verdient. Im Tourismusbüro wurde das Cafe Lender empfohlen. Die hausgemachten Torten und Kuchen sollen viel Lob bekommen. Fontane mochte gern Pflaume-Streusel, so hörten wir.

Hotel, Restaurant, Café Lender, Königstraße 49

Das Fontanehaus in Schiffmühle war das nächste Ziel.

Fontanes Vater, Louis Henri, lebte dort 12 Jahre. Aktuell werden Bauarbeiten am/ im Haus durchgeführt. Eine Neueröffnung mit Ausstellung ist für den 17. Mai diesen Jahres geplant.

Aufgrund der Nähe wollten wir das Grab von Louis Henri Fontane besuchen. Dazu fuhren wir am Fontanehaus weiter geradeaus. Laut der Beschreibung eines Anwohners sollten wir so lange geradeaus fahren bis wir rechts einen Backstein-Kindergarten sehen. Auf der gegenüberliegenden Seite wäre dann der Friedhof.

So war es dann auch. Wie beschrieben hatten wir von dort einen guten Blick ins Oderbruch.

Der Fontaneplatz, das Moorbad und die Schanze waren die nächsten Ziele.

Selbstverständlich machten wir Halt am Fontanedenkmal. Fontaneplatz, Fontanestraße … als Besucher spürt man, dass die Liebe Fontanes zu Bad Freienwalde auf Gegenseitigkeit beruht.

Langsam nähern wir uns dem Gesundbrunnen, dem Kurpark und der Anblick begeisterte.

Der Sonnenschein trug noch dazu bei. Gäste und Patienten vom Moorbad, Wanderer, Spaziergänger waren an diesem Februartag unterwegs und einige von ihnen fanden, wie wir auch, Gefallen an einem besonderen Platz:

http://www.cafe-blaue-zwiebel.de

Das Cafe blaue Zwiebel, direkt am Papenteich. Selten habe ich an einem so liebevoll dekorierten Ort Kaffee oder Tee getrunken. Der kleine Außenkamin wärmte und die sehr freundliche Bedienung machte den Aufenthalt perfekt.

„Der Kaffee kam, die Sonne labte uns, alles war frisch und erquicklich …“

Die Kurfürstenquelle wollten wir noch finden. Auch hier gibt es wohl eine Legende dazu. Was hat es mit der Goldenen Nase auf sich?

Weiter zur Schanze

und den Baa-See wollten wir ebenfalls einmal gesehen haben.

Auf dem Weg dorthin fuhren wir am Karl Weise Haus vorbei – Hans Sachs von Freienwalde

„Hier wohnt Karl Weise, Poet und Drechslermeister von Freienwalde … Drechselt Pfeifen in guter Ruh und macht auch wohl’nen Vers dazu.“

Weiter in den Wald hinein, etwa eine halbe Stunde im Rücken des Rosengartens, liegt der Baasee, der Liebling und der Stolz der Freienwalder. Sie überschätzten ihn offenbar …“

Den Baa-See kann man auch zu Fuß erreichen. Wir entschlossen uns aufgrund der vorangeschrittenen Zeit das Auto zu nehmen. Ein wenig enttäuscht waren wir auch und vermuteten ähnlich wie Fontane:

Viel freilich hängt dabei von der Beleuchtung und noch mehr vielleicht von der Jahreszeit ab.“

Das gesamte Gebiet muss aber herrlich für Wanderungen sein – den Baa-See kann man über den Siebenhügel- und den Brunnentalweg erwandern oder per Auto über Altranft erreichen – und ein uriges Holzhaus lädt zu einer Rast mit Verpflegung ein. (Waldschenke am Baa-See, geöffnet aktuell Do bis So, 12 -17 Uhr.)

Begann meine Reise mit einer Sage, so endet sie hier erneut mit einer Sage um den Baasee. Man erzählt sich: an so manchem einsamen Herbstabend kann man noch immer die Glocken auf dem Grund des Sees läuten hören

Herzlichen Dank Bad Freienwalde und herzlichen Dank an Heiko Walther-Kämpfe. Ich möchte die letzte Frage aus unserem Interview als Abschluss meines Blog-Beitrages nutzen:

Das Fontanejahr 2019, worauf freuen Sie sich und was möchten Sie zu den genannten Höhepunkten Bahnhofsfest, Eröffnung Fontane-Haus, Altstadtfest noch ergänzen?

„Ich freue mich auf die (hoffentlich) vielen neugierigen Menschen, die wegen Theodor Fontane den Weg zu uns finden. Die dann, wenn Sie wieder nach Hause fahren, dem „hübschen Ort“ aus ihrem Fontane-Buch ein lebendiges Gesicht geben können.“

Text & Bild: Angelika Laslo

http://www.bad-freienwalde.de

Auszug Bad Freienwalde Veranstaltungen Januar bis Juni 2019:

https://fontane-200.de/de/location/bad-freienwalde

Auf den Spuren von Fontane – Vorfreude in der Spreeregion

http://www.seenland-oderspree.de

Vorfreude in der Spreeregion

24.1.19, der Wetterbericht sagt aus: nach anfänglicher Bewölkung zeigt sich die Sonne. Das hört sich gut an, denn heute führt mich mein Weg nach Beeskow, um zu erfahren, worauf man sich hier zum Thema Fontanejahr freut und was man bereits vorbereitet.

Von Fürstenwalde nach Beeskow komme ich auch an Groß Rietz/Rietz Neuendorf vorbei. Anders als zu Fontanes Reisen fuhr ich entspannt auf der Landstraße …

Eine kleine Weile danach erreichten wir einen Wald, über dessen schmalen Fahrweg von rechts und links her eine Menge Wurzelwerk … Das gab nun ein entsetzliches Geholper und Gestolper und ich flog hin und her und freute mich doch, aus Wind und Sonne heraus zu sein.“

Ich mag diese Schilderungen sehr, Fontane beobachtete sehr genau und seine naturnahen Beschreibungen nehmen den Leser mit auf die Reise.

Am Schloss Groß Rietz halte ich. Die Bewölkung besteht noch, dennoch entschließe ich mich, die Kamera mitzunehmen.

Aus dem Buch „Fontanes Wanderungen ins Nichts“ von Wolf D. Hartmann erfährt man mitunter, wann das Schloss erbaut wurde und warum es jüngst noch einmal große Medienaufmerksamkeit erlangte.

Weiter nach Beeskow.

In der Tourismusinfo direkt am Markt Beeskow erfahre ich von Silke von Lonski, was Beeskow plant zu Ehren von Theodor Fontane. Der Erlebnisführer für Entdecker 2019 trägt dem Thema Rechnung und ein erster Blick macht sofort Freude. Unterschiedliche Ziele aus Kultur und Freizeit wechseln sich mit Fontanebezügen und Zitaten ab. Außerdem erfuhr ich von Frau von Lonski etwas über die Fontane-Stadtführung, über die geplante Burgen- und Schlössertour mit der Kutsche, Lesungen usw. Auf meine Frage nach möglichen Fontanegerichten, die der Besucher in den Gaststätten der Region probieren kann, möchte sie noch nicht zu viel verraten, dennoch erahne ich, dass es auch einen kulinarischen Bezug geben wird. Den ausliegenden Flyer: fontane.200/Spuren – Kulturland Brandenburg nehme ich mir mit. Beeskow ist darin auch verzeichnet.

Im Anschluss an das Gespräch möchte ich zuerst das Haus an der Stadtmauer finden:

„Gegen Mitternacht war ich in dem Städtchen Beeskow und schlief hier in einem alten Hause, dessen Hinterwand von einem Stück Stadtmauer gebildet wurde …“

Das war nicht schwer und ich freue mich, dass mit dem QR-Code-Rundgang auch an die Smartphone-Generation gedacht wurde.

„Beeskow hat zwei Sehenswürdigkeiten : das Amt und die Kirche…“ so Fontane.

Daher halte ich hier ebenfalls an.

Ich mag Beeskow, die Altstadt vorallem, die historischen Gebäude und Gassen. Es lässt sich vorstellen, dass die Fontane-Stadtführungen und die Nachtwächterführungen ein besonderes Erlebnis sind.

Weiter führt mich mein Weg nach Kossenblatt, wie einst schon Fontane.

„Von Beeskow nach Kossenblatt sind noch anderthalb Meilen.“

Das mag sein, ich gebe ein: Tauche, Lindenstraße 37 und mein Auto fährt mich direkt nach Kossenblatt. Fontane schreibt über diese Wegstrecke:

„Die Landschaft war geradezu trostlos …“

Nun, ich bin zwar ein wenig ärgerlich, dass sich die versprochene Sonne nicht zeigt, aber dennoch gibt es viel zu sehen. Kühe, die auch im Winter auf der Weide stehen, Katzen, die über das Feld laufen, außerdem vorbei an beeindruckenden Gutshäusern und aus der Entfernung sehe ich Wasser bzw Seen.

Fontane schreibt weiter: „Aber der reizlose Weg wurde mir durch eine Begegnung wert …“

In diesem Fall war es die Begegung mit einem Kind, einem Knaben. Mich beeindrucken immer wieder beim Lesen der Reiseberichte (Theodor Fontane – Wanderungen durch die Mark Brandenburg) genau diese Schilderungen. Fontane ist sehr aufmerksam, ihm ist das Wohlergehen der Menschen wichtig. Er nimmt wahr, ob sie freundlich oder weniger freundlich antworten, welche Ängste und Sorgen die Menschen haben …

Wie auch Fontane, erreiche ich jetzt mein Ziel: Kossenblatt

„In Kossenblatt angekommen, ließ ich an einer Stelle halten, wo die Sehenswürdigkeiten des Dorfes … dicht beisammen sind.

Das Gelände vom Schloss Kossenblatt ist zu diesem Zeitpunkt leider verschlossen, dennoch ist es möglich, von Wasserseite aus zu schauen und ein kleinen Spaziergang zu unternehmen.

Der interessierte Besucher kann an den Aushängen die geschichtlichen Daten nachlesen.

Spät am Abend mahlte sich unser Fuhrwerk wieder durch den Sand zurück. Es war kühl geworden und der Sternenhimmel gab auch dieser Öde einen poetischen Schimmer. Ich sah hinauf und freute mich des Glanzes.“

Schön zu lesen und es gelingt dem Leser durch diese Beschreibungen, ganz nah dabeizusein.

Meine Vorfreude wurde durch diese kleine Tour geweckt. Ganz besonders schön stelle ich mir die Schlössertour per Kutsche vor. Wenn man jetzt noch einen Blick in die jeweiligen Häuser werfen könnte, wäre es für mein Empfinden perfekt.

Auf den Spuren von Fontane – Bilder & Text: #angelika_dkms

Zitate:

Theodor Fontane – Wanderungen durch die Mark Brandenburg, Band 6

Tourismusinformation Beeskow – Schwielochsee

Spreeregion Beeskow – Schwielochsee e.V.

Adventszeit im Seenland Oder-Spree – Weihnachtsduft & Lichterglanz

Fürstenwalde, Seelow & der Kunstspeicher Friedersdorf an der B 167

Ein freies Wochenende ohne Seminare wollte genutzt werden, ein Adventswochenende noch dazu.

Zuerst bot sich aufgrund der Nähe der Fürstenwalder Weihnachtsmarkt an. Traditionell am 3. Adventswochenende findet dieser zwischen Rathaus und Dom statt. Das Wetter war passend, um die 0 Grad und darunter und am Samstag zeigten sich sogar ein paar wenige Schneeflocken.

Das war der Samstag und es machte einfach Freude, dem Treiben auf dem Marktplatz zuzusehen, die Stände mit traditionellem Handwerk am Dom zu besuchen und den Düften von Mandeln & Bratapfel zu erliegen 😊. Fürstenwalder Glühbier, Glühwein und andere Heißgetränke gehörten für viele Besucher dazu.

Am Sonntag hatte ich mir aus der Liste der Weihnachtsmärkte der Region Seelow & Friedersdorf ausgesucht. Nach 30 min Fahrt über Land erreichte ich Seelow.

Der fehlende Schnee wurde durch Schneefiguren ersetzt, was mir gut gefiel. Feuerschalen waren aufgestellt und trugen zur Stimmung und natürlich zum Aufwärmen bei.

Auch hier regionale Produkte & Handwerk, Räucherfisch, Backwaren, Feuerzangenbowle …

Der Blick in die Kirche lohnte sich und wurde mit musikalischen Klängen belohnt.

Weiter nach Friedersdorf.

Der Kunstspeicher stand jetzt auf meinem Plan, nur wenige Minuten von Seelow entfernt. Sehr gespannt war ich, denn ich kannte diesen bisher nur aus dem Prospekt.

Schon von Außen schön anzusehen, dachte ich mir und beobachtete das geschäftige Treiben. Hier war man gerade beschäftigt unzählige Kerzen für das 15. WeihnachtsKlangLeuchten aufzustellen.

Im Speicher war ich dann von einer besonders heimeligen Atmosphäre umgeben.

Im Erdgeschoss befindet sich das Restaurant.

In der ersten und zweiten Etage: Verkauf und Ausstellungen. Wer jetzt noch nicht in Weihnachtsstimmung ist, wird hier von einem Moment zum anderen in dieses Gefühl versetzt. Staunend lief ich durch die Gänge.

Öffnungszeiten

Speicherladen: Die – So 11-18 Uhr

Wirtshaus im Speicher: Di – So warme Küche bis 20 Uhr

Abweichungen zu den Feiertagen: http://www.kunstspeicher-friedersdorf.de

Mit der Idee nochmals mit der Familie einen Besuch einzuplanen, verlasse ich jetzt den Kunstspeicher und bin dankbar für diese schönen weihnachtlichen Momente und die Inspiration.

Ich wünsche Ihnen und Euch eine schöne Advents- & Weihnachtszeit.

Herzlich

Angelika Laslo

http://www.kunstspeicher-friedersdorf.de

http://www.fuerstenwalde-spree.de

http://www.seelow.de

Fotos & Text:

Angelika Laslo für Seenland Oder-Spree

Eine Stadt – viele Gesichter: Frankfurt an der Oder

Nach Regen, sollte ein sonniger Tag folgen (4. Dezember 2018).

Mein Plan daher, eine Fototour nach Frankfurt/Oder.

Zeitlich musste ich mich entscheiden: Wollte ich Sonne an der Oder am Vormittag oder den Lichterglanz vom Weihnachtsmarkt in den Nachmittagsstunden? ☀️ Ich bin ein Sonnenkind, somit machte ich mich auf den Weg.

In Frankfurt führte mich mein Weg vorbei an belebten Straßen, dem Oderturm und Geschäften, über 2 Weihnachtsmärkte, direkt an die Oder. Was für ein Kontrastprogramm, gerade noch Großstadt, und plötzlich wurde es ganz still & beschaulich.

Ich fühlte mich sichtlich wohl. Ein Gefühl von Zuhause. Die Oder lag wie eine schlafende Schönheit vor mir. Die Sonne, der blaue Himmel und milde Dezember-Temperaturen trugen dazu bei, dass ich jeden Schritt, jeden Blick genoss. Nur wenige Menschen begegneten mir, ein Angler, eine Joggerin, ein Paar im Gespräch versunken …

Erst an der Stadtbrücke war wieder Bewegung.

Ganz selbstverständlich nutzen Fahrzeuge & Fußgänger die Stadtbrücke, um zwischen Slubice & Frankfurt zu pendeln.

Noch ganz in Gedanken bei Deutsch-Polnischen Kontakten, Projekten & Freundschaften, entschloss ich mich, den gleichen Weg entlang der Oder zurückzunehmen. An der großen Glocke hielt ich wieder inne

und las aufmerksam den Text an der Tafel daneben:

Der Frieden besiegt den Krieg

… es braucht keine weiteren Worte.

Nun verlasse ich den wunderbaren Weg entlang der Oder, um mich auf den Weihnachtsmärkten umzuschauen. Der eine Teil ist eher klassisch/historisch mit Holzständen & Pyramide.

Auch ein Riesenrad ist aufgebaut und eingerahmt in historischen Gebäuden mit beeindruckenden Fassaden:

Um die Mittagszeit (geöffnet 11 – 20 Uhr, Wochenende bis 21 Uhr) waren wenig Besucher unterwegs. Sicher wird sich das in den späten Nachmittagsstunden ändern und die Beleuchtung trägt dann zur weihnachtlichen Stimmung bei.

Der 2. Teil ist dann direkt am Oderturm zu finden.

Überwiegend Fahrgeschäfte und weihnachtliche Verpflegung.

Nun wollte ich von einer netten Passantin im Oderturm wissen, ob man von ganz oben auch Fotos machen kann. Sie sagte: „Ganz oben befindet sich ein Restaurant, eventuell ist es dort möglich.“ Ich bedankte mich und sie gab noch zu bedenken: „… recht teuer ist es wohl im Restaurant“ Ein Kaffee wird sicher möglich sein, sagte ich lächelnd.

Auf der Suche nach dem Fahrstuhl, kam ich auch am Turmcafe vorbei. Eis aus Beeskow (Iceguerilla) wird dort angeboten, schon wieder ein Zuhause-Moment 😉

In der 24. Etage angekommen zeigte sich das Restaurant sehr einladend, das Angebot der Karte gut in Preis & Leistung. Sehr freundlich wurde ich bedient und als Gast, darf man auch fotografieren. Der Blick von oben war toll, der Weg hatte sich gelohnt.

Frankfurt/Oder: eine Stadt mit vielen Gesichtern und unterschiedlichsten Eindrücken.

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http://www.frankfurt-oder.de

http://www.iceguerilla.de

Weihnachtsmarkt FF/O: 27.11 – 22.12.18

Text & Bild: Angelika Laslo

Entlang der Oder

„Spree-Oder-Fototour“

Start Fürstenwalde/Spree in Richtung

15326 Lebus &

15324 Letschin OT Groß Neuendorf

Der Blick auf die Spree incl. Nebel und Sonne, ließ mich kurz vom Weg abkommen …

Nun weiter über Land.

Die Landstraßen mit ihren Alleen sind zu jeder Jahreszeit ein herrlicher Anblick.

An Frankfurt/Oder vorbei in Richtung Lebus.

Eine Einwohnerin gab freundlich Auskunft, von wo ich einen tollen Blick hätte. Zuvor aber erst einmal den Weg nach oben antreten:

Oben angekommen werde ich mit diesem Blick belohnt:

Gern wäre ich noch ein wenig länger geblieben … mein Weg führte mich jedoch weiter in Richtung

Letschin, OT Groß Neuendorf

Das Maschinenhaus (Hotel – von April bis Oktober geöffnet) ist über eine Brücke mit dem Turmcafe verbunden. Sehr gern hätte ich dort eine kleine Kaffeepause eingelegt, jedoch waren beide Häuser geschlossen. Im weiteren konnte ich entnehmen, dass das Turmcafe an den Wochenenden ab 14 Uhr geöffnet hat. So blieb mir nur der Blick durch das Fenster und die Idee, es an einem Wochenende im Winter nachzuholen.

Der Blick von der Brücke über die restaurierte Hafenanlage auf die Oder war mehr als versöhnlich:

Angler nutzten das sonnige Novemberwetter sowohl an Land als auch vom Wasser aus. Wie erfolgreich sie waren, kann ich nicht sagen.

Die Weite, die Farben … ich war vom Anblick begeistert.

Die Eisenbahnwaggons werden für Veranstaltungen/Theaterstücke genutzt, konnte ich an einem der Wagen nachlesen: TIB – Theater im Bahnwaggon. Klingt spannend …

Landschaftlich sehr reizvoll und eine Einladung zum Herbst- bzw Winterspaziergang entlang den Deichen bzw. dem Oder-Neiße-Radweg.

Herbstlich schön.

Auf Wiedersehen Groß Neuendorf, ich komme wieder und hoffe dann auf einen winterlichen Anblick aus dem Turmcafe auf die Oder. Außerdem möchte ich mich dann im Landfrauencafe stärken, was ich auf dem Rückweg entdeckte. Die Galerie „Koch und Kunst“ plane ich dann auch mit ein. Erstaunlich, was dieser kleine Ort zu bieten hat.

Text & Bild:

Angelika Laslo #seenlandfotografie

#oder #brandenburg #reiselandbrandenburg #erlebebrandenburg #jahreszeiten #heimatliebe #seenlandoderspree

http://www.amt-lebus.de

http://www.letschin.de

http://www.maschinenhaus-online.de

Fontane & die Mark Brandenburg

Die Fontanelaufrunde durch die Rauener Berge …

das war lange Zeit meine Trainingsstrecke. Heute, 11.10.2018, 24 Grad, sonnig:

bestes Wanderwetter.

Natürlich ist bekannt, dass Theodor Fontane (geboren 1819 in Neuruppin – gestorben 1898 in Berlin) durch die Wälder der Mark wanderte und diese Erfahrungen in seinem Werk „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ (1862) festhielt.

Dreißig Jahre wanderte Theodor Fontane – Henri Theodore Fontane – durch die Mark(1859 – 1889)

„Ich bin die Mark durchzogen und habe sie reicher gefunden, als ich zu hoffen gewagt hatte …“

Auch die Rauener Steine (Findlinge, großer und kleiner Markgrafenstein) besuchte er 1880. Er zeigte sich wohl enttäuscht:

„tote zusammengekauerte Elefanten…“

Gedichte wie dieses, passend zur Jahreszeit, zeigen die Verbundenheit zur Natur, deren Schönheit und Kraft.

Spätherbst

Schon mischt sich Rot in der Blätter Grün,
Reseden und Astern im Verblühn,
Die Trauben geschnitten, der Hafer gemäht.
Der Herbst ist da, das Jahr wird spät.

Und doch (ob Herbst auch) die Sonne glüht.
Weg drum mit der Schwermut aus Deinem Gemüt!
Banne die Sorge, genieße, was frommt,
Eh Stille, Schnee und Winter kommt.

Theodor Fontane

Buchautor Wolf D. Hartmann aus Bad Saarow stellte im Juli diesen Jahres sein Werk vor: Ein Reiseführer – Fontanes Osterfahrt 1881.

2019 wird das Fontanejahr:

200. Geburtstag des Apothekersohnes aus Neuruppin. Bis dahin bleibt noch Zeit, um weitere schöne Wanderstrecken in der Mark zu erkunden, passende Gedichte und Zitate zu sammeln.

Der Rauener Aussichtsturm hat durchgehend geöffnet. 2x 50 Cent bzw 1€ benötigt man für das Drehkreuz und kann dann den Weg nach oben antreten. 36,6 m über dem Boden wird man mit einem tollen Blick belohnt.
(„Die Plattform des Turms befindet sich 36,60 Meter über dem Boden“, sagt Heinz Vormelcher, während er schnellen Schrittes die 200 Metallgitterstufen empor steigt …)

Bei gutem Wetter und entsprechender Sicht bis nach Berlin oder dem Tropical Island.

http://www.rauen-heimatverein.de

Markgrafensteine
15518 Rauen
https://maps.google.com/?cid=368309326770055505

Fotos & Text: Angelika Laslo

#rauen #rauenerberge #findlinge #seenlandoderspree #wanderwetter #reiselandbrandenburg #visitbrandenburg

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Apfelfest im Garten Steinhöfel

Das Apfelfest in Steinhöfel war angekündigt und sollte heute, am letzten Septembertag, mein Ziel sein.

15518 Steinhöfel, liegt nur wenige Kilometer von Fürstenwalde/Spree entfernt. Mit dem Rad oder mit dem Auto, eine schöne Fahrt über Land.

Im Vorfeld hatte ich zur Veranstaltung gelesen, was auf dem Programm steht (Apfelernte, Apfelsaft, Apfelkuchen, Basteln, Führungen und Verpflegung). Außerdem könne man gern eine Picknickdecke mitbringen und aus ökologischen Gründen auch Tasse & Teller. Gute Idee.

Der Einladung von Arne Ihm und Team, bzw dem Verein LandKunstLeben e.V., sind zahlreiche Besucher gefolgt. Familien mit Kindern, Jung & Älter, Apfelpflücker, Gartenliebhaber und Pflanzenkenner.
Nach der Begrüßung durch Arne , fiel mir gleich der Hinweis auf: Führungen um 12, 14 und 16 Uhr. Das passte mir gut, wollte ich doch mehr erfahren. So schloss ich mich den Interessierten an und lernte dazu.

Einiges über Tomaten, z.B, über die Sorte „Evergreen“ als Geschmacksmeister und dass Arne nichts langweiliger findet, als einen roten Tomatensalat. „Die Farbe rot liefert nicht den Geschmack, nur die Farbe …“ erklärt er uns, immer mit einem verschmitzten Lächeln. Ein bunter Tomatensalat in allerlei Farben und Sortenvielfalt plus rotem Basilikum, das ist was für Auge & Geschmack.

Weiter führt uns der „Gemüseversteher“ (wieder das beschriebene Lächeln) über das große Gartengelände von ca 2 ha. Sassafraß geliert, Mönchspfeffer unterdrückt Triebe, der Duft der Zitronenverbene, Fruchtsalbei zum Probieren, Labkraut – verwandt mit Waldmeister – usw.

Das Eiskraut nennt er Swarovskikraut, weil es in der Sonne glänzt und funkelt. Die Blätter sind lecker und knackig z.B. im Salat.

Selbstverständlich führt uns der Weg vorbei an zahlreichen Apfelbäumen, am Kaiser-Wilhelm-Apfel, am Grafensteiner – der Bekannteste der unbekannten Apfelsorten. Auch Sanddorn, der Maulbeerbaum und viele Beerenarten säumen den Weg durch das weitläufige Gartengelände.
Zwischen den lustigen Anekdoten wird Arne Ihm aber auch mal nachdenklich. Er spricht wichtige Themen an, von Nachhaltigkeit, alten Gemüse- und Obstsorten, von dem, was Gemüse im Supermarkt von den regionalen Produkten unterscheidet und dass man aufmerksam sein möge: Superfood und „hippe“ Trends kritisch hinterfragen. Sobald die Nachfrage danach aufkommt, gibt es nicht nur Gewinner, auch Verlierer. Da werden beispielsweise Wasservorräte benötigt, die den Menschen im Anbaugebiet zum Leben fehlen.

Nach der Führung freue ich mich auf Kaffee und Kuchen.

Es macht Freude währenddessen das Drumherum anzusehen. Die Kinder, die Spaß haben beim Apfelpflücken und Apfelessen, die Erwachsenen, die auf der Picknickdecke ohne Hast und Eile verweilen.

Ein schöner Nachmittag bei prächtigem Wetter. Schöner kann man den September nicht ausklingen lassen.

Verein: LandKunstLeben e.V.

http://www.landkunstleben.de

Garten Steinhöfel

15518 Steinhöfel

Tel. 033636-27015

Fotos & Text: Angelika Laslo

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